Das "Raubtier" auf dem Feld

PNP stellt die schönsten Oldtimer vor: Willi Rotts "Panther" ist immer noch im Einsatz

Christiane Vogl 06.07.2020 | Stand 05.07.2020, 19:07 Uhr

Das
Vor dem Vereinsheim der Rottaler Oldtimerfreunde präsentiert Mitglied Willi Rott seinen himmelblauen "Panther",
der zur Raubtierserie des Traktorenherstellers Eicher gehört. −Foto: Vogl

Pfarrkirchen. Was haben Panther, Tiger, Leopard und Puma mit der Landwirtschaft am Hut? Diese Frage werden sich vermutlich einige stellen, verbindet man diese Großkatzen nicht unbedingt mit landwirtschaftlichen Gefährten. Doch hierbei handelt es sich um die Raubtierserie des Traktoren-Herstellers Eicher, der bis zum Jahr 1970 rund 70000 dieser Gefährte vom Band laufen ließ.

Panther und Tiger waren Startschuss Einer dieser himmelblauen Traktoren ist im Besitz von Willi Rott, Mitglied der Rottaler Oldtimerfreunde. Sein Panther war das erste und zweitkleinste Schleppermodell dieser Serie und wurde in zwei Ausführungen gefertigt. Rotts Vehikel besitzt hat den stärkeren Zweizylinder-Motor mit 22 PS unter der Haube und wurde im Jahr 1966 gebaut.

Panther und Tiger waren der Startschuss für die berühmte Reihe des Traktorenherstellers, die unter Fans als "Blütezeit" Eichers gesehen wird. Der kleinere Panther hatte hier als einziger aller gebauten Eicher Traktoren einen Tragschlepper mit der Möglichkeit des Zwischenachsenanbaus und wurde ab Mai 1959 gefertigt. Dies geschah nicht ohne Grund, denn nach dem Krieg wuchsen die Ansprüche der Kunden. Man wollte mehr Leistung, mehr Einsatzmöglichkeiten. Auch mit den Namen ging man einen neuen Weg und gab den Modellen – anstelle von Leistungsbezeichnungen – eben diese markanten Namen.

Willi Rott kaufte seinen Panther einem Freund ab. Dieser entdeckte das himmelblaue Gefährt einst an einer Tankstelle in Malgersdorf und konnte den Oldtimer nicht stehenlassen. Nun ist er schon seit knapp 20 Jahren in Rotts Besitz, wo er sich mit einem anderen Modell dieser Raubtier-Serie in bester Gesellschaft befindet. Doch auch sein hohes Alter von 54 Jahren bewahrt den Panther nicht vor Arbeitseinsätzen. Diese sind sogar nötig, um Standschäden zu vermeiden. Willi Rott: "Es soll sich beispielsweise kein Kondenswasser bilden, deshalb muss man ihn öfters bewegen und auch mal einsetzen."

So ist der Traktor immer noch funktionstüchtig und mehrmals im Jahr mit der Holzkreissäge im Einsatz, um seinem Namen aller Ehre zu machen. Auch zur Freude von Willi Rotts Enkel, der gar nicht genug von dem landwirtschaftlichen Gefährt bekommen kann. "Er liebt den Panther. Deshalb soll ich ihn immer mitnehmen, sonst gibt er keine Ruhe", lacht Rott.

Doch nicht nur der Enkel bestaunt den himmelblauen Oldie gerne: Wenn Willi Rott mit seinem Gefährt auf Ausstellungen oder Treffen präsentiert, wird sein Panther immer wieder gerne bestaunt.

Wenn auch Sie einen besonderen Oldtimer haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns mehr über diesen erzählen. Melden Sie sich bitte in der Pfarrkirchner Lokalredaktion, entweder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 08561/234922. Die Aktion führt die Heimatzeitung gemeinsam mit den Rottaler Oldtimerfreunden durch.

Christiane Vogl

Junge Leidenschaft für alte Mofas

Die Sammlung des 17-Jährigen wächst stetig: Mit seiner DKW (links) fing alles an, dann folgte die blaue Bergsteiger (rechts) bis letztlich sein Herzstück die Schwalbe (2. von links) hinzukam. Sein Vater legte sich für gemeinsame Ausflüge eine goldene Habicht zu. −Fotos: Vogl
Die Sammlung des 17-Jährigen wächst stetig: Mit seiner DKW (links) fing alles an, dann folgte die blaue Bergsteiger (rechts) bis letztlich sein Herzstück die Schwalbe (2. von links) hinzukam. Sein Vater legte sich für gemeinsame Ausflüge eine goldene Habicht zu. −n. Betritt man die Garage der Familie Geiersberger, findet man sich in einem kleinen Museum wieder: Neben Spirituskochern, Röhrenradios oder einer alten Registrierkasse stechen sofort ein alter Fiat-Spider und ein Mercedes W108 ins Auge. Hier ist die Leidenschaft für alles Alte spürbar. Kein Wunder, dass auch Sohn Simon dieses Faible pflegt. Das Herz des 17-Jährigen schlägt für alte Mofas, die er hegt und pflegt.

Ein ganz besonderer Käfer

 

PNP stellt die schönsten Oldtimer vor – Paul Königs "Herbie" ist ein ganz besonderes Modell

Christiane Vogl  21.05.2020 | Stand 20.05.2020, 18:10 Uhr

Pressebericht PNP Oldtimer Sonderserie
Im glänzenden zinngrauen Metallic-Lack erstrahlt vor der historischen Tribüne auf der Pfarrkirchner Rennbahn der "Jubi-Käfer" von Paul König. Der Wagen lief zum 50. Geburtstag des Kult-Autos als Sondermodell vom Band. −Foto: Vogl

 

Pfarrkirchen. Käfer, Ente, Bulli oder noch viel ältere Vehikel – die Saison der Kultautos hat längst wieder begonnen. Normalerweise scharen sich Oldtimerfreunde am heutigen Vatertag beim großen Treffen auf der Pfarrkirchner Rennbahn. Dass dieses wegen der Corona-Krise nicht stattfinden kann, nehmen wir zum Anlass, die schönsten Oldtimer im Landkreis zu suchen und vorzustellen.

Er war das Symbol des Wirtschaftswunders, ein weltweiter Exportschlager und schaffte es mit "Herbie" sogar auf die große Kinoleinwand – der VW-Käfer ist nicht nur ein klassischer Oldtimer aus der Produktion des Volkswagenwerkes, sondern hat mittlerweile Kultstatus erreicht, wie kaum ein anderes Auto vor ihm.
 
Letzte Serie zum 50.GeburtstagEin ganz besonderes Modell ist allerdings der Wagen von Paul König aus Pfarrkirchen. Sein Jubiläums-Käfer lief im Jahr 1985 zum 50. Geburtstag des weltweit noch meistgebauten Wagens vom Band. Mit dieser Serie endete der offizielle Verkauf des Käfers durch VW in Deutschland. Fast schon neumodisch im zinngrauen Metallic-Lack, wurde das Sondermodell weltweit lediglich 3150 Mal zu diesem Anlass produziert, davon 2400 Mal für den deutschen Markt.


Doch nicht nur die auffällige Lackierung ist bei diesem Käfer ungewöhnlich, auch die Ausstattung hat einiges zu bieten: Eine grüne Wärmeschutzverglasung zieht sich über den Wagen, Porsche-Fuchsfelgen, ein Faltdach und eine 50 Jahre-Plakette auf Heck und linkem Seitenteil zieren den neu aufgelegten Klassiker. Im Inneren findet sich noch der Original-Sitzbezug in Grau mit roten Doppelstreifen, lediglich das Vier-Speichen-Sportlenkrad musste im Fall von Paul Königs Käfer einem klassischen Raid-Holzlenkrad weichen. "Ich fand, dass es einfach besser zum Wagen passt", sagt König.


In seinem Besitz befindet sich das Sondermodell seit zwei Jahren. Zwar war der Oldtimerfreund ursprünglich auf der Suche nach einem ganz anderen sportlichen Wagen, fand dann allerdings diesen im Internet. Da der Käfer auch zu seiner Jugendzeit – wie bei so vielen – ein fester Begleiter war, weckte er gleich Erinnerungen. "Mein zweites Auto war auch ein Käfer. Den bin ich schon damals immer gerne gefahren", erinnerte sich der 65-Jährige. Einzig Standschäden wies der Klassiker beim Kauf auf, da er lange Zeit nicht bewegt wurde. Weil Karosserie und Fahrgestell gut erhalten waren, standen keine größeren Arbeiten mehr an.


Käfer war bereits zu bestaunenDer Jubi-Käfer ging bereits zweimal bei "Pfarrkirchen Classics" an den Start oder war mit seiner auffälligen Lackierung schon auf mehreren Ausstellungen zu bestaunen. Meist ist König mit seinem Käfer allerdings nur auf Treffen oder bei schönem Wetter auf Ausflügen unterwegs, um seine Kultkugel zu schonen. Bei den Rottaler Oldtimerfreunden befindet sich der schicke Klassiker zudem in bester Gesellschaft. Und was das sonstige Innenleben betrifft, bleibt auch der "Jubi-Käfer" seinen Wurzeln treu: Mit dem normalen 1,2-Liter-Motor und den 34 PS ist er dann nämlich doch ganz der Alte.


Wenn auch Sie einen besonderen Oldtimer haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns mehr über diesen erzählen. Melden Sie sich bitte in der Pfarrkirchner Lokalredaktion, entweder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter    08561/234922. Die Aktion führt die Heimatzeitung gemeinsam mit den Rottaler Oldtimerfreunden durch.

Christiane Vogl

 

Aus der Krise geboren, als Klassiker geblieben

Die schönsten Oldtimer im Landkreis: Udo Rosais Austin Mini 25 begleitet ihn seit der Hochzeit

Klein, aber oho: der Austin Mini

Christiane Vogl 11.06.2020 | Stand 10.06.2020, 21:20 Uhr

Udo Rosais Austin Mini 25
Stolz präsentiert Udo Rosai den Austin Mini 25, den er sich und seiner Frau vor 36 Jahren selbst zur Hochzeit "schenkte" und der seitdem ununterbrochen in seinem Besitz ist. −Foto: Vogl

Pfarrkirchen. Mit seinem markanten Kühlergrill, den großen, runden "Augen" und natürlich seiner kompakten Größe ist und bleibt der Mini unverwechselbar. Nachdem die Krise um den Suez-Kanal ausbrach und das Öl knapp wurde, sollte der kleine Brite 1959 ursprünglich als Sparauto für die Massen dienen – mittlerweile blickt er schon auf eine über 60-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Geburtstagsmodell nur 625 Mal gebaut Ganz so alt ist der Mini von Udo Rosai, Vorsitzender der Rottaler Oldtimer-Freunde, zwar noch nicht, dennoch begleitet er ihn bereits seit 36 Jahren. Er und seine Frau Christiana hatten sich ihren Austin Mini 25 zu ihrer Hochzeit im Jahr 1984 "geschenkt". Er erschien zum 25. Geburtstag des Mini und wurde lediglich 625 Mal gebaut. Seither befindet sich der kleine Flitzer im Besitz des Pfarrkirchners. "Vor seiner Auslieferung durch die Firma L&H Automobile in Frankfurt wurde der Mini noch zu einem Cabriolet umgebaut. Somit ist er eines von drei Modellen dieser Serie, die mit offenem Verdeck fahren", erzählt der 58-Jährige.

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Adresse: Rottaler Oldtimerfreunde e.V. c/o Udo Rosai Gambacher Weg 13 D - 84347 Pfarrkirchen │ Telefon: 08561 3507 │ E-Mail: mail@rottaler-oldtimerfreunde.de │ Vereinsregister Nummer: 10729 - Amtsgericht Landshut

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