Junge Leidenschaft für alte Mofas

Die Sammlung des 17-Jährigen wächst stetig: Mit seiner DKW (links) fing alles an, dann folgte die blaue Bergsteiger (rechts) bis letztlich sein Herzstück die Schwalbe (2. von links) hinzukam. Sein Vater legte sich für gemeinsame Ausflüge eine goldene Habicht zu. −Fotos: Vogl
Die Sammlung des 17-Jährigen wächst stetig: Mit seiner DKW (links) fing alles an, dann folgte die blaue Bergsteiger (rechts) bis letztlich sein Herzstück die Schwalbe (2. von links) hinzukam. Sein Vater legte sich für gemeinsame Ausflüge eine goldene Habicht zu. −n. Betritt man die Garage der Familie Geiersberger, findet man sich in einem kleinen Museum wieder: Neben Spirituskochern, Röhrenradios oder einer alten Registrierkasse stechen sofort ein alter Fiat-Spider und ein Mercedes W108 ins Auge. Hier ist die Leidenschaft für alles Alte spürbar. Kein Wunder, dass auch Sohn Simon dieses Faible pflegt. Das Herz des 17-Jährigen schlägt für alte Mofas, die er hegt und pflegt.

Aus der Krise geboren, als Klassiker geblieben

Die schönsten Oldtimer im Landkreis: Udo Rosais Austin Mini 25 begleitet ihn seit der Hochzeit

Klein, aber oho: der Austin Mini

Christiane Vogl 11.06.2020 | Stand 10.06.2020, 21:20 Uhr

Udo Rosais Austin Mini 25
Stolz präsentiert Udo Rosai den Austin Mini 25, den er sich und seiner Frau vor 36 Jahren selbst zur Hochzeit "schenkte" und der seitdem ununterbrochen in seinem Besitz ist. −Foto: Vogl

Pfarrkirchen. Mit seinem markanten Kühlergrill, den großen, runden "Augen" und natürlich seiner kompakten Größe ist und bleibt der Mini unverwechselbar. Nachdem die Krise um den Suez-Kanal ausbrach und das Öl knapp wurde, sollte der kleine Brite 1959 ursprünglich als Sparauto für die Massen dienen – mittlerweile blickt er schon auf eine über 60-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Geburtstagsmodell nur 625 Mal gebaut Ganz so alt ist der Mini von Udo Rosai, Vorsitzender der Rottaler Oldtimer-Freunde, zwar noch nicht, dennoch begleitet er ihn bereits seit 36 Jahren. Er und seine Frau Christiana hatten sich ihren Austin Mini 25 zu ihrer Hochzeit im Jahr 1984 "geschenkt". Er erschien zum 25. Geburtstag des Mini und wurde lediglich 625 Mal gebaut. Seither befindet sich der kleine Flitzer im Besitz des Pfarrkirchners. "Vor seiner Auslieferung durch die Firma L&H Automobile in Frankfurt wurde der Mini noch zu einem Cabriolet umgebaut. Somit ist er eines von drei Modellen dieser Serie, die mit offenem Verdeck fahren", erzählt der 58-Jährige.

Ein ganz besonderer Käfer

 

PNP stellt die schönsten Oldtimer vor – Paul Königs "Herbie" ist ein ganz besonderes Modell

Christiane Vogl  21.05.2020 | Stand 20.05.2020, 18:10 Uhr

Pressebericht PNP Oldtimer Sonderserie
Im glänzenden zinngrauen Metallic-Lack erstrahlt vor der historischen Tribüne auf der Pfarrkirchner Rennbahn der "Jubi-Käfer" von Paul König. Der Wagen lief zum 50. Geburtstag des Kult-Autos als Sondermodell vom Band. −Foto: Vogl

 

Pfarrkirchen. Käfer, Ente, Bulli oder noch viel ältere Vehikel – die Saison der Kultautos hat längst wieder begonnen. Normalerweise scharen sich Oldtimerfreunde am heutigen Vatertag beim großen Treffen auf der Pfarrkirchner Rennbahn. Dass dieses wegen der Corona-Krise nicht stattfinden kann, nehmen wir zum Anlass, die schönsten Oldtimer im Landkreis zu suchen und vorzustellen.

Er war das Symbol des Wirtschaftswunders, ein weltweiter Exportschlager und schaffte es mit "Herbie" sogar auf die große Kinoleinwand – der VW-Käfer ist nicht nur ein klassischer Oldtimer aus der Produktion des Volkswagenwerkes, sondern hat mittlerweile Kultstatus erreicht, wie kaum ein anderes Auto vor ihm.
 
Letzte Serie zum 50.GeburtstagEin ganz besonderes Modell ist allerdings der Wagen von Paul König aus Pfarrkirchen. Sein Jubiläums-Käfer lief im Jahr 1985 zum 50. Geburtstag des weltweit noch meistgebauten Wagens vom Band. Mit dieser Serie endete der offizielle Verkauf des Käfers durch VW in Deutschland. Fast schon neumodisch im zinngrauen Metallic-Lack, wurde das Sondermodell weltweit lediglich 3150 Mal zu diesem Anlass produziert, davon 2400 Mal für den deutschen Markt.


Doch nicht nur die auffällige Lackierung ist bei diesem Käfer ungewöhnlich, auch die Ausstattung hat einiges zu bieten: Eine grüne Wärmeschutzverglasung zieht sich über den Wagen, Porsche-Fuchsfelgen, ein Faltdach und eine 50 Jahre-Plakette auf Heck und linkem Seitenteil zieren den neu aufgelegten Klassiker. Im Inneren findet sich noch der Original-Sitzbezug in Grau mit roten Doppelstreifen, lediglich das Vier-Speichen-Sportlenkrad musste im Fall von Paul Königs Käfer einem klassischen Raid-Holzlenkrad weichen. "Ich fand, dass es einfach besser zum Wagen passt", sagt König.


In seinem Besitz befindet sich das Sondermodell seit zwei Jahren. Zwar war der Oldtimerfreund ursprünglich auf der Suche nach einem ganz anderen sportlichen Wagen, fand dann allerdings diesen im Internet. Da der Käfer auch zu seiner Jugendzeit – wie bei so vielen – ein fester Begleiter war, weckte er gleich Erinnerungen. "Mein zweites Auto war auch ein Käfer. Den bin ich schon damals immer gerne gefahren", erinnerte sich der 65-Jährige. Einzig Standschäden wies der Klassiker beim Kauf auf, da er lange Zeit nicht bewegt wurde. Weil Karosserie und Fahrgestell gut erhalten waren, standen keine größeren Arbeiten mehr an.


Käfer war bereits zu bestaunenDer Jubi-Käfer ging bereits zweimal bei "Pfarrkirchen Classics" an den Start oder war mit seiner auffälligen Lackierung schon auf mehreren Ausstellungen zu bestaunen. Meist ist König mit seinem Käfer allerdings nur auf Treffen oder bei schönem Wetter auf Ausflügen unterwegs, um seine Kultkugel zu schonen. Bei den Rottaler Oldtimerfreunden befindet sich der schicke Klassiker zudem in bester Gesellschaft. Und was das sonstige Innenleben betrifft, bleibt auch der "Jubi-Käfer" seinen Wurzeln treu: Mit dem normalen 1,2-Liter-Motor und den 34 PS ist er dann nämlich doch ganz der Alte.


Wenn auch Sie einen besonderen Oldtimer haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns mehr über diesen erzählen. Melden Sie sich bitte in der Pfarrkirchner Lokalredaktion, entweder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter    08561/234922. Die Aktion führt die Heimatzeitung gemeinsam mit den Rottaler Oldtimerfreunden durch.

Christiane Vogl

 

Adresse: Rottaler Oldtimerfreunde e.V. c/o Udo Rosai Gambacher Weg 13 D - 84347 Pfarrkirchen │ Telefon: 08561 3507 │ E-Mail: mail@rottaler-oldtimerfreunde.de │ Vereinsregister Nummer: 10729 - Amtsgericht Landshut

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